Was tut man mit einer bunten Mischung aus restlichen Urlaubstagen vom letzten Jahr, einem spontan gekauften Ticket für die Night of the Trail (NOFT) und einer gewaltigen Lust auf Zeit draußen in der Natur? Genau. Man kombiniert alles miteinander.
Nachdem mir der Dezember recht deutlich gezeigt hat, dass ein wenig mehr Demut und ein Gang zurück manchmal gut tun, habe ich kurzerhand beschlossen, den Besuch der NOFT mit ein paar freien Tagen zu verbinden. Zeit für mich. Zeit zum Runterkommen. Zum Trainieren, zum Ausruhen – und auch zum Reflektieren.
Das Schönste daran: Laura hat mir sofort das Gefühl gegeben, dass das völlig in Ordnung ist. Dass sie mir den Rücken freihält. Danke dir
dafür!
Der Plan war, am freien Rosenmontag loszufahren. Der Van war gepackt, unnötiger Ballast aussortiert, nur das Nötigste an Bord. Am Ende wurde es
doch erst Mittwoch. Aber das ist eine andere Geschichte.
Also Planänderung: direkte Fahrt zu Michi ins Alpenvorland. Wir haben uns damals im Camp vom Trailmagazin kennengelernt und nie ganz aus den Augen verloren. Wir
hören uns selten, sehen uns noch seltener – aber die Verbindung ist geblieben.
Als ich ankam, stand er schon lauffertig vor mir. Wenige Minuten später zeigte er mir im dichten Schneefall seine Hometrails. Es folgte selbstgemachte Pizza, ein
langer Abend in der Küche mit guten Gesprächen – und ich fiel irgendwann übermüdet ins Bett.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach München. Während ich mich immer mehr vom Alltag löste, wurde die Stadt durch den teils starken Schneefall immer weißer und stiller. Wunderschön.
Endlich habe ich es nicht nur in den Olympiapark geschafft, sondern auch in die eindrucksvolle Olympia-Schwimmhalle. Ein paar Bahnen ziehen – ganz ohne gross nachzudenken. Irgendwie mag ich auch diesen Sport. Danach duschen, ab durch den Schnee und rein in den Van um wenig später eine besonders leckere Portion Penne all’arrabbiata zu genießen.
Aber was wäre München ohne die Trails an der Isar?
Am nächsten Morgen genau dort ein kurzer Lauf durch den Schnee. Viel Stille.
Hier und da ein hechelnder Hund, eine schnatternde Gans. Alle anderen Geräusche vom Schnee verschluckt.
Ich mag das.
Weiter ging es Richtung Garmisch-Partenkirchen, um das komplette Programm der NOFT aufzusaugen: der Vortrag von Arne und Lars von Two Peaks Endurance, inspirierende Gespräche, eine emotionale Preisverleihung zum Abschluss. Und vor allem: viele bekannte Gesichter wiedersehen.
Am nächsten Morgen folgte der Community Run, organisiert von den NOMADS. Aufgrund der winterlichen Bedingungen ging es zwar nicht hoch auf den Wank, aber die alternative Route war nicht weniger schön.
Der in der Nacht eingesetzte Regen machte sogar kurz Pause.
Zum Abschluss noch ins Werkscafé: Kaffee, Kuchen, Wärme. Zusammensitzen, plaudern und vielleicht die ein oder andere Inspiration für kommende Abenteuer sammeln.
Mit großer Dankbarkeit für diese Tage – für die Begegnungen, die Bewegung und die Stille – habe ich mich schließlich auf den Heimweg gemacht.








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