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Trailruninning Camp 360° Schatzerhütte 2019

Es hat etwas von "nach Hause kommen", wenn man hoch oberhalb von Brixen aus dem bewaldeten Gebiet heraustritt und der Blick auf die Almen mit den wenigen Hütten fällt, von denen eine die Schatzerhütte ist. Die Sehnsucht bringt und immer wieder hierher, ist diese Platz doch ein guter Ort für Stille, mit herrlichem Ausblick, einer fantastischen Küche und großartigen Trails, die es rundherum zu entdecken gibt.

 

Die Begeisterung über die gemeinsamen Tage in den Bergen, in unserem ersten Trailcamp im vergangenen Jahr, hatte zur Folge, dass direkt vor Ort ein neuer Termin für ein Camp "360° Schatzerhütte 2019" gefunden wurde. Und so trafen wir uns über Pfingsten mit neuen und alten Gesichtern an diesem wundervollen Ort. Das erklärte gemeinsame Vorhaben: Fünf Tage lang die Trails rund um die Hütte entdecken und erlaufen.

 

Zum Auftakt war eine gemeinsame Runde in entspanntem Tempo angedacht. Die Sonne lachte und unter strahlend blauem Himmel machten wir alle - mehr oder weniger außer Atem - unsere ersten Höhenmeter. Denn das muss man der Schatzerhütte lassen,  Höhentraining gibt es auf der bei ca. 2000 Meter Höhe liegenden Hütte gleich inklusive. Das Panorama und die ersten trailigen Abschnitte ebenso, wie die Einkehr auf der Rossalm, ließen die Anstiege aber schnell vergessen und so kehrten wir mit sichbarer Trailrunnerbräune nach einem ersten Tag glücklich zurück zur Schatzerhütte.

 

Das Frühstück in der Sonne und der noch kühle Dunst ließen am darauffolgenden Morgen alle wieder aus ihren Betten krabbeln. Der Abend war lang und fröhlich gewesen, der Wein wurde als gut befunden und so starteten wir auch an diesem Tag ganz in Ruhe. Nachdem alle Testschuhe verteilt und Stöcke, die uns dankenswerter Weise von LEKI zur Verfügung gestellt wurden, herausgegeben waren, begaben wir uns in zwei Gruppen auf eine Plose-Erkundungstour. In der "Bergeinsteiger-Gruppe" wurden direkt Gabler, liebevoll der Schatzerhütten Hausgipfel genannt, und die Pfannspitz erstiegen. Ein großartiges Schneefeld und einen kleinen Steig inkusive! Die Stimmung war großartig und das Wetter sorgte für sehr weite Ausblicke und ein beeindruckendes Panorama. Auch die "Bergversierte-Gruppe" kombinierte, nachdem die Ochsenalm durch zuviel Altschnee nicht erreichbar war, Skipiste, Woody Walk und Gabler zu einer Tagestour, bei der alle auf ihre Kosten kamen.

Abenteuerlich wurde es am nächsten Tag nachdem wir erklärten, dass heute beide Gruppen die andere Seite des Tals erkunden würden. Wärend die "Bergversierte-Gruppe" mit den von UltraSports gesponsorten Riegeln und Gel-Chips die Scharte hinaufstieg und in ca. 20 km den Peitlerkofel umrundete, nutze die "Bergeinsteiger-Gruppe" den Höhenweg des Peitler Rundwegs und kehrte anschließend in einer urigen kleinen Hütte ein. Auf den ca. 16 km suchten wir Alternativpfade, um umgestürzten Bäumen aus dem Weg zu gehen, stiegen unter den mächtigen, zerklüfteten Felsen des Tullen auf zum Schartenbach, queerten wir Schneefelder und testeten verschiedene Möglichkeiten einen eisigen, gut befüllten Gebirgsbach zu überqueeren. In der all-abendlichen Reflexions- und Wünscherunde wurden Tageshighlights und bewegende Momente geteilt.

 

Am Montagmorgen hatte es die Sonne zum ersten Mal schwerer. Auf Wunsch der Gruppe starteten wir gemeinsam und erklommen auf direktem Pfad die Plosehütte. Dort kehrten wir ein und bei Cappucino und einigen Kaffeekeksrunden überlegten wir gemeinsam, wie wir weiterlaufen wollten. Wärend ein Teil der Gruppe die vorherigen Tage stark in den Beinen spürte und sich ganz entsapnnt zurück auf den Heimweg machte, wählte der Rest der Truppe den Umweg über die Kreuzalm und einen langen flowigen Walddownhill. Am Abend gab es neben den Bildern des Tages auch ein Video mit den abenteuerlichsten Varianten ein Schneefeld zu überqueeren. Wenn Trailrunner im Schnee spielen ;-)

 

Der letzte Tag führte auf Wunsch der Gruppe noch einmal über den Gabler und die Pfannspitz. Auch hier entstanden, unter strahlend blauem Himmel, Action- und Schneefeldbilder, es wurde die Aussicht genossen und nicht ohne Wehmut ein letztes alkoholfreies Radler auf der Rossalm bestellt.

 

Die ganzen Erlebnisse mit der Gruppe in Worte zu fassen ist nahezu unmöglich. Wir möchten lieber Bilder sprechen lassen. Aber was uns wirklich nachhaltig beeindruckt hat, ist wie die Gruppe zueinander gefunden hat. Jeder und jede Einzelne hat das Camp zu dem werden lassen, wie wir es letztlich erlebt haben! Ein wunderbares Gemeinschaftsprodukt ♥ ...besonders aufgefallen sind uns Momente der gegenseitigen Wertschätzung, Rücksichtnahme aufeinander und ausgelassene Freude miteinander! Wir sagen DANKE und freuen uns auf das nächste Jahr, wenn es heißt "360° Schatzerhütte 2020"!

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