Auf Berberpfaden im Atlasgebirge

Seit geraumer Zeit sind Geschenke bei uns sehr nützlich geworden. Das GPS-Gerät mit SOS Funktion oder die Stirnlampe, mit der man über hunderte von Metern den Wald ausleuchtet. Die Flüge nach Marrakesch sind gebucht und so steht unserer Entdeckungstour ins Atlasgebirge nichts mehr im Wege.

An Julias Seite werden Antonia und ich zum ersten Mal in Ilias familiengeführter Lodge unterkommen, seine traditionelle Küche genießen, Kultur und Bräuche kennen lernen.

Wir kommen um zu laufen. Durch die Canyons, die umliegenden Gipfel erklimmen und die wenigen von Julia in Open Streetmap angelegten Pfade erkunden. 

Die Liebe zum Land, zur Natur und Kultur haben Julia hierhergeführt. Wann immer wir liefen schwärmte sie von der Landschaft, den Bergen und der unvergleichbaren Herzlichkeit der Menschen. Untergekommen war sie bei Ilias, dem Bergführer, der das alte, aber prunkvolle Lehmhaus der Familie zum stilvoll eingerichteten Gasthaus restauriert hat. Er ist Berber Nomade und sein Herz schlägt für die einzigartige Naturschönheit des Tals  und den Erhalt der alten Berberkultur. Schon länger beschäftigt er sich mit Ideen zur nachhaltigen Entwicklung. Aber Idealismus können sich dort nicht viele Leute leisten. Auch in Sachen Bildung gibt es viel zu tun. Da Bildung für Nachhaltigkeit wiederum Julias Thema ist, ließ sie der Gedanke nicht mehr los, hier aktiv zu werden. "Können wir nicht etwas tun, um Ilias zu unterstützen?" fragte sie mich. "Ja, können wir!" antwortete ich. "Lass und eine Trailrunning-Reise dorthin unternehmen." Und weil mich seit jeher der Wunsch umgibt "die Welt ein wenig besser zu machen", ergriff ich sie. Die Chance: Laufen, Kultur erleben und einen Teil des Geldes, einem Schüler-Kunst-Projekt zur nachhaltigen Entwicklung des Tals, zukommen zu lassen. Ein gutes Gefühl!

Und so fiebern wir dem Start entgegen. Sprechen über Routen und Packlisten, Flugverbindungen und Möglichkeiten unser Marokko-Trailcamp: "Auf Berberpfaden im Atlasgebirge", mit potentiellen Weggefährten, zu teilen. Wer die sind? Sympatische, outdooraffine Menschen, mit einem Sinn für Natur und Kultur. Freude am Bewegen auf trailigen Pfaden und nicht zuletzt offen dafür, auch mal ein bisschen herumzuklettern, wenn ein Felsbrocken den Weg versperrt. Und sie verspüren beim Lesen ein leichtes Kribbeln, so einen Hauch von Abenteuerlust, gepaart mit einer Prise Neugierde für die fremde Welt der Berber.

 

Wer Interesse daran hat uns im April zu begleiten - Infos findet ihr hier!

 

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